eigenegedichte

 

 

 

 


 

 

Hier findet Ihr nur Werke von mir,

 die teilweise auch in der Lyrikecke zu lesen sind.

 

 

 

Nachfolgend könnt Ihr die wahre Geschichte über Susi lesen. Wir hatten sie

in "Herrchen gesucht" im Fernsehen entdeckt und fuhren am nächsten Tag

sofort in das Tierheim, in dem sie "abgegeben" war und holten sie zu uns.

 

 

 

 

                                       H e r r c h e n  g e s u c h t .....

 

"Susi " ! ......              "Suuuusi" !  .....                                     "Suuuuuusi" ! ......

Meinen die vielleicht mich ??   Ach was, habe wohl wieder nur geträumt, daß

mein Herrchen, das mich hier vergessen hat, doch noch zurückkommt und

mich wieder nach Hause bringt.

 

Alles ist so endlos traurig ! Die vielen Hunde hier machen mich so ängstlich,

und ich kann mich gar nicht daran gewöhnen. Dann neulich die vielen Apparate

und grelles Licht,  und die vielen fremden Menschen. Von allen Seiten mußte

ich mich zeigen - wie ein Stück Vieh.... !

 

"Susi" !

Nanu, die meinen ja wirklich mich !  -  Jetzt muß ich auch noch aufstehen und

meine Hütte verlassen - dabei sehe ich mein Herrchen gar nicht ! Alles so

sinnlos, das ganze Leben macht keinen Spaß mehr !

Die Hand fühlt sich ja ganz sanft an, die mich auf einmal streichelt. Da muß

ich mich still verhalten, vielleicht bleibt das ein kleines Weilchen so schön !?

 

Was ist das denn ?? Diese neuen Stimmen klingen so lieb, und sie nehmen mich

in ihrem Auto mit ! Ich darf neben einem Frauchen sitzen, und das streichelt mich

sehr liebevoll. Ob sie mein neues Frauchen werden will ? Nicht auszudenken !

Sie wirkt jedenfalls ganz vertrauenerweckend.

Eine schöne Wohnung ist das, in der wir jetzt sind. Aber ich habe Angst !

Vielleicht kommen gleich wieder ganz viele Hunde und verjagen mich.

Frauchen stellt mir etwas ganz tolles zum Fressen hin. Ob ich das wohl nehmen

kann ? Na ja, ehe es ein anderer frisst, nichts wie ran ! -  Oh, das war wohl

zu viel - alles kommt wieder raus und direkt vor Frauchens Füße ! Nanu, warum

springt sie denn so schnell auf ? Habe es doch nicht bös' gemeint. Werde meinen

Schwanz einziehen und ganz ängstlich tun. Aber sie schimpft gar nicht, und

Herrchen (mein neues Herrchen??) will sogar mit mir rausgehen. Das freut mich

sehr !

                                                         

Daaas war schön ! Herrchen ist ganz lange mit mir gelaufen. Ich durfte rennen

und springen und Herrchen ist sogar mitgerannt.  Ha, das Leben ist doch

schön ! Ich bin so richtig fröhlich auf einmal und froh, ein Hund zu sein ! Ob sie

mich vielleicht behalten ? So ganz traue ich ihnen noch nicht  -  werde

mal sehr aufmerksam bleiben !

 

Jetzt fahren wir wieder mit dem Auto weg, und das gefällt mir nicht ! Bedeutet

sicher nichts Gutes ! Nanu, warum steigt Herrchen denn aus und ich darf

nicht mit ?! Na, das ist doch...... ! Werde ich mich mal an Frauchen ranmachen

und mich streicheln lassen. Soll ich sitzenbleiben oder passiert nichts mehr ?

Dann würde ich mich ja ganz gerne lang machen. Hier vorne die Bank ist

elend kurz, was denken die denn - bin ich etwa ein Schoßhündchen ?

Wenn ich aber nach hinten springe, hört bestimmt das Streicheln auf. Und das

verlange ich einfach nach so langer Abstinenz ! Hey, weitermachen ! Dauernd

muß ich sie anstupsen, damit sie mich nicht vergißt. Möchte wissen, wo die

Menschen immer ihre Gedanken haben.

Jetzt fängt sie doch tatsächlich an, mit mir zu schimpfen - ich soll "Platz" machen

und lieb sein ! Da soll sich ein Hund auskennen..... !

 

Na endlich, die Gegend kommt mir bekannt vor. Ja, wir sind vor meinem

neuen Zuhause ! Hoffentlich vergißt sie mich nicht in diesem riesigen Auto,

werde mich lieber ganz schnell hinter ihr vorbeidrücken. Na, das wäre

geschafft, puh ! Nichts, wie in die Wohnung rein. Mal sehen, ob meine neue

Puppe noch da ist. Vielleicht empfängt uns auch Herrchen und wir gehen

gleich Gassi.

Hoppla, was ist das denn ? Frauchen will tatsächlich mit mir rausgehen ! Na,

da will ich mich doch mal von meiner besten Seite zeigen. Sie ist eigentlich eine

ganz nette Person, jedenfalls gibt sie sich große Mühe, lieb zu mir zu sein, das

muß ich schon anerkennen !

 

Was ist denn jetzt schon wieder ? Darf ich nicht mal diese blöde Leine kaputt

beißen ?! Na also, ohne geht es doch viel besser. Ich muß ihr zeigen, daß ich

den Weg schon genau kenne - sie begreift wohl nicht so schnell. Menschen

scheinen immer mißtrauisch zu sein, aber ich glaube, ganz besonders die

Frauen ?! Wer weiß, was die vorher für einen Hund hatten.... ? Der war sicher nicht

halb so gut erzogen wie ich !!

 

Waas ? Schon wieder nach Hause ? Also, mit meinem Herrchen ist sie nicht

zu vergleichen. Aber vielleicht ganz gut so, denn was sie mir jetzt für ein karges

Frühstück vorsetzt - da wackeln einem ja die Beine ! Trotzdem werde ich mich

mal an sie anklammern...... ! Oh, das hat sie wohl gar nicht gern - sie wird ganz

böse ! Sie wäre ja kein Hund - ja, leider ist sie keiner !! Unsereins hat schließlich

auch so seine Schwierigkeiten, aber wer von diesen Menschen versteht das

schon ...... ?!

Nun scheint sie auch noch abhauen zu wollen. Mich einfach hier mit leerem

Bauch hängen zu lassen. Ob sie wiederkommt ? Gestern hat mein lautstarkes

Jaulen sie nicht zurückgelockt ! Ach, was soll's, ich laß sie einfach gehen. Werde

schlafen, dann merke ich den knurrenden Magen nicht so. Wollen die mich

einfach hungern lassen ? Bin doch nicht zu dick ? Immer gut, etwas für schlechte

Zeiten zu haben ! Das sieht man ja jetzt ..... !

Da kommt sie ja schon wieder - toll ! Ich freu' mich wirklich riesig darüber und

kann mich gar nicht beruhigen. Ich glaube, ich mag sie doch sehr.

Sie hat mir doch tatsächlich ganz tolle Kauknochen mitgebracht - und auch

etwas sagenhaft Gutes zum Sattwerden ! Aber was glaubt sie denn, wie

verfressen ich bin ? Ein Viertel der Portion hätte auch gereicht !

Waaas ? Jetzt legt sie sich doch hin und schläft. Das gibt's nicht ! Zum Glück

bin ich groß genug, um ihr das Gesicht abzuschlecken, wenn sie liegt.

Mmh, das paßt ihr gar nicht..., leg' ich mich halt hin, damit sie Ruhe gibt.

 

Nanu, Frauchen ist schon wieder wach. Sicher durch das laute Klingeln aus

dem komischen Apparat. Jetzt spricht sie in das Ding auch noch hinein. Bin

ich denn gar nicht mehr für sie da ? Oh ja, doch ! Muß mich nur immer an sie

lehnen. Daaaas tut gut ! Hört sie denn gar nicht wieder auf zu sprechen ?

Na ja, so lange sie mich streichelt, soll's mir egal sein !

Endlich stellt sie den Apparat wieder weg - und zieht sich tatsächlich ihre

Schuhe an. Ob ich mitgehen darf ?

Nun klingelt es schon wieder und sie spricht in das Ding rein. Also, ein bißchen

mehr Fürsorge kann ich doch wohl erwarten , oder ?

Sie scheint von mir zu sprechen, ich höre dauernd meinen Namen. Also bin ich

wohl doch nicht so ganz unwichtig !.

Oh, es sieht so aus, als wenn wir jetzt aus der Wohnung kommen. Warum

nimmt sie denn die Tasche mit ? - hm, den Weg sind wir noch nicht gelaufen.

Und dann noch die Leine ! Ich muß sie kaputtbeißen ! Frauchen schimpft !

Viele Autos fahren hier - das ist nicht so schön, wie im Wald !

Was will Frauchen denn in diesem Haus ? Hier riecht es sehr stark nach

anderen Hunden - genau wie in meinem letzten Zuhause ! Das gefällt mir

absolut gar nicht, werde mich weigern, da reinzugehen. Da liegen doch glatt

ein paar Schäferhunde im Zimmer ! Ich bin zwar größer als die, aber den

Kerlen traue ich nicht über den Weg ! Mein Sträuben nützt nichts, Frauchen

zieht mich gewaltsam an denen vorbei, obwohl die so erschreckend bellen !

Muß mich neben Frauchen hinsetzen, und nun will sie wohl ihr Benehmen mit

Streicheln wieder gutmachen - könnte ihr so passen !

Was sollen wir bloß hier ? War ich nicht brav genug, so daß sie mich wieder

loswerden wollen ? Ist ja ein ganz nettes Mädchen, das mich jetzt streichelt.

Sie scheint mich zu kennen von irgendwoher, erzählt etwas von einer Fernseh-

sendung letzte Woche. Kann mich gar nicht mehr daran erinnern, es war alles

so aufregend in den vergangenen Tagen.

Das Zimmer, in das sie mich jetzt ziehen, gefällt mir überhaupt nicht ! Ist man

den Menschen total ausgeliefert ??

Nein....., das kenne ich ..... auf den Tisch will ich nicht rauf, da tun sie mir

wieder weh !! Zu Zweit raufheben ? Kommt gar nicht in Frage ! Nein... - da

beiß' ich kräftig und ganz flink um mich ! Hättet ihr nicht gedacht, was ? Ha ha,

so nicht mit mir !! Oh, verdammt, ich habe diesen Frauen in den weißen Kitteln

Angst gemacht;  das hätten sie von mir wohl nicht erwartet. Muß mich

entschuldigen, habe ja auch gar nicht zugebissen ! War doch nur eine kleine

Warnung !

Nun kann ich mich auch nicht mehr wehren......, meine Schnauze ist plötzlich

rundherum zu ! Gemein, aber so sind sie eben - kein Mitleid mit einem armen

Hund ! Ergebe ich mich halt in mein Schicksal. Die ganze Hoffnung, es endlich

wieder mal gut zu haben, war wohl umsonst ! Das neue Herrchen machte so

einen vielversprechenden Eindruck. Und ich hatte mir eingebildet, er mochte

mich auch sofort. Menschen ! Wo ist er jetzt ? Mich einfach im Stich gelassen !

 

Warum betasten die mich überall ? Meine Ohren sind sauber, bin doch kein

Schwein ! Daß ich gesund bin, ist doch klar. Jetzt pieksen sie mich auch noch.

Na ja, bin zum Glück nicht wehleidig. Solange Frauchen meinen Kopf hält und

mich streichelt, ist alles einigermaßen zu ertragen. Ob wir vielleicht doch hier

wieder rauskommen ?!

 

Endlich....., von Tisch runter und das Zeug von der Schnauze weg ! Und die

Leine aus Frauchens Hans reißen - das ist eine Chance ! Zur Strafe beiße

ich die jetzt durch !

Meine Zähne wollen sie nun auch noch sehen. Na gut ! Seid ihr jetzt zufrieden ?

Natürlich bin ich erst 3 1/2 Jahre alt, was denn sonst. Bin doch keine Oma -

werde ich euch schon noch zeigen.

Jetzt aber raus hier, Frauchen. Oha, an den vielen Hunden soll ich wieder

vorbei ? Mit eingezogenem Schwanz und an Frauchen gedrückt wird mir

vielleicht keiner etwas tun ?! Geschafft !! War eigentlich gar nicht so schlimm.

Aber schließlich kann man sich ja nicht alles gefallen lassen.... !

 

Ist daaas schön, wieder in die Wohnung zu kommen ! Bin mal gespannt, wann

Herrchen wiederkommt - bleibe am besten in Türnähe.

Oh, Frauchen hat einen großen Knochen für mich. Tolle Person ! Trotzdem

traue ich ihr nicht so recht - jedenfalls noch nicht. Im Wohnzimmer muß es doch

ein Plätzchen geben, wo ich die Beute verstecken kann ? Ja - hier in der Ecke

hinter der Tür findet sie ihn bestimmt nicht. Ich muß nur ganz unauffällig wieder

rausgehen, damit sie keinen Verdacht schöpft. Hey, hey ....., was will sie denn

auf einmal im Wohnzimmer ? Jetzt aber wie ein Blitz hinterher - den Knochen

vor ihr erreichen ! Puh, das hat nochmal geklappt !

Was nun ? Bin zu satt, um ihn gleich aufzufressen. Ich muß warten, bis sie

wieder draußen ist.

So, vielleicht hinter der Couch ? Oh weia, fällt mir doch mit lautem Knall so ein

Kasten fast auf den Rücken ! Was die aber auch überall so rumstehen haben !

Werde mich schnell ganz klein machen, sicher schimpft Frauchen - oder hat sie

es nicht gehört ? Von wegen, da ist sie schon ! Sie stellt das Ding wieder hin

und meint: "Ach, nur der Lausprecher, hoffentlich hast du dir nicht wehgetan ?!"

Sie betastet mich - und ich fange langsam wieder an zu atmen und mich zu

meiner normalen Größe aufzurichten.

Ich glaube, ich beginne mein Frauchen zu lieben. Sie nimmt mir den Knochen

auch gar nicht wieder weg. Na, dann will ich ihr auch noch mein volles

Vertrauen schenken !

Nun geht sie schon wieder weg. Das gefällt mir zwar gar nicht, aber ich werde

ihr mal zeigen, daß ich sie gut verstehe. Sie sagt, ich soll 'Platz' machen und

sie käme gleich wieder. Sie freut sich offensichtlich darüber, daß ich mich brav

hinsetze und ihr meine Pfote zum Abschied reiche. Sicher kommt sie bald

wieder !

Solange Herrchen nicht da ist, werde ich mich nachts vor ihr Bett legen und

gut auf sie aufpassen - sie hat es verdient !

Und sicher wird sie mich auch nicht so früh wecken, bestimmt schläft sie

genauso gern und lange, wie ich !

Eins steht fest: Dieses neue Zuhause gebe ich nicht mehr auf.

Hier bleibe ich, wuff  !!

 

(geschrieben 1989)

Anmerkung zu vorstehender Erzählung:

Wir hatten die Susi, eine große Münsterländerin, leider nur 4 Jahre. Sie hat uns

aber sehr viel Freude gemacht, war aber immer traurig. Wie wir erfuhren, wurde

sie ins Tierheim abgegeben, weil ein Kind in die Familie kam. Daß ein Hund auch

eine Seele hat und sehr leiden kann, begreifen leider manche Menschen nicht......

                                        sie war immer

die erste im Auto - damit wir sie auch ja nicht vergessen......

 

 

 

Meine Gedichte ab Oktober 2005

 

                                    
Jetzt wäre sie 100...... (13. Oktober 2005)

Wir liebten sie sehr und sie liebte uns.
Wir lebten viele Jahre fröhlich miteinander,
freuten uns über schöne Ausflüge.
Wenn wir zum Essen ausgingen,
war sie unser ganzer Stolz - unsere
alte - junge Mutter.
Auf den Flohmärkten suchten wir für sie nach Biografien.
Ihre leuchtenden Augen als Dank waren uns schon im voraus gewiß.
Saß sie auf der Terrasse, hielt sie gerne ihre
Handflächen der Sonne entgegen.
Gerne ging sie spazieren - ganz langsam,
von uns gestützt, das eine Knie wollte nicht mehr.
Täglich spielte sie mit Freude Bridge oder Canasta.
Sie freute sich über jeden technischen Fortschritt
und sagte immer: Wenn DAS Vati noch erlebt hätte....

Eines schlimmen Tages kippte sie vom Stuhl - und
lachte noch darüber.
NUR ein kleiner Schlaganfall - aber der Vorbote
vom letzten Tag....
Alle Kinder kamen und weinten unbemerkt, nahmen Abschied.
Wir hielten ihre Hände in der letzten Stunde,
bis der letzte Atemzug sie verließ - Punkt 12 Uhr
beim Glockenschlag und es läuteten die Kirchenglocken....

Sie war sich sicher, sie ging zu ihrem geliebten Hans
in ein herrliches, fernes Land....

Wir bleiben trauernd zurück, es ist lange her, aber
Tränen kommen noch immer. Sie fehlt uns täglich -
wir liebten sie doch so sehr
.
               

 

 

 

 

Ein Leben lang vorwärts schreiten....

                

20 Jahre jung, du möchtest die Welt erobern

30 Jahre - immer noch jung - du stehst mitten im Leben

40 Jahre - etwas ängstlich bei dem Gedanken ans Älterwerden

50 Jahre, du fühlst dich in der Mitte deines Lebens

60 Jahre, alle Ängste sind verflogen. Du fühlst dich noch
wie 30. Deine Haut wird etwas faltig - aber das sind nur
Äußerlichkeiten

70 Jahre: ALT ? NEIN ! Geistig fit, gelassener als mit 30,
und mehr denn je bereit, mit deiner großen Lebenserfahrung
DIE WELT ZU EROBERN
 

 

 

 

 

 

 

                                                   Sauna Wohlgefühl...
 

Du gehst hinein und sofort wirst du
umarmt von wohltuender heißer Luft,
du atmest ganz tief einen belebenden Duft ein,
der bis in deine Seele dringt.
Eine angenehme Ruhe überkommt dich -
du könntest jubilieren vor Glück.

Langsam gibt deine Haut kleine
Schweißtropfen ab, bis es dann immer
mehr werden und du merkst, wie du dich besser fühlst.
Dein Blick schweift aus dem Fenster zu
den Badenden.
Dampf steigt aus dem Wasser auf,
ein Zeichen der langsam kälter werdenden Luft -
die Natur verändert sich in Richtung Herbst !

Egal - du hast ja zu jeder Jahreszeit die Sauna -
ein Wohlgefühl für Körper und Seele ohnegleichen....

 

 

 

 

 

Zerbrochene Träume


 

Es tut so weh, von zerbrochener Liebe zu lesen,
wo sind sie hin, die schönen Tage - sie sind doch real gewesen ?
Oder waren sie doch vielleicht nur ein kurzer Traum ?
ein Sandkorn im Wind, erdacht und wieder verloren im Weltenraum ...?

Erinnere dich nur an die schönen Augenblicke aus dem Traum
und halte sie fest -
sie waren sicher nicht umsonst - und vielleicht für dein
weiteres Leben nur ein Test,
für die richtige Liebe - die garantiert dann für dich
kein Traum,
die einmalig sein wird und für Traurigkeit ist kein Raum.

Wir sprechen uns wieder, und eines nicht mehr fernen
Tages wirst du sagen:

"War ich einmal traurig ? Ja, aber das war vor langer
Zeit und ist vorbei ich werde es wagen -
einen neuen Start ins Leben, lachen und fröhlich sein,
wieder neue Hoffnung im Herzen und die Liebe ist mein"!!

(das galt einer traurigen "Schreiberin" aus der Lyrikecke)

 

 

 

 

 

Trauminsel

 

Fühle mich nicht so gut - schlafe schlecht !
Möchte aus meiner Haut schlüpfen
und fliegen -
landen auf meiner Trauminsel,
sitze dort auf den Klippen
und schaue auf den feinen Strand,
der silbern in der Sonne funkelt.

Denke mich zurück zu der Zeit - damals -
Ferien hier mit den Kindern,
höre ihr Lachen und schaue bei ihren
Spielen zu - glückliche Zeit...

Meine Blicke schweifen weiter übers Meer,
die Möwen schreien wehmütig,
Fischer fahren zum Angeln hinaus
und am Horizont ist ein großes Schiff zu sehen -
vielleicht ein Traumschiff,
auf dem Schicksale durcheinanderwirbeln ?

Ich gleite die Klippen hinunter,
meine Füße spüren den warmen Sand,
laufe ins Wasser, das meine Haut umschließt -
wundervolles Gefühl - lasse mich treiben,
bis ich wieder auf meinem Bett lande
und sanft in den Schlaf hinübergleite

 

 

 

 

 

Glück trainieren

"Glück, das gibt's doch nur für kurze Zeit",
das zumindest behaupten so manche "klugen" Leut' !

Ich meine, DAS stimmt nicht ! Wir müssen nur lernen, das
Glück zu erkennen, wenn es uns "besucht",
denn positive, wunderbare Momente gibt es jeden Tag genug.

Wir müßten nur versuchen, uns darauf zu trainieren
und könnten so den Frust des Alltags mit Leichtigkeit
verlieren !

Glück trainieren ist ganz leicht - man muß aber daran
arbeiten jeden Tag,
es klopft nicht an die Tür und sagt: "Hier bin ich", wenn
mancher das auch denken mag.

Diese Gedanken gebe ich gerne weiter für heute und das
nächste Jahr,
mögen sie manchem Mut geben und ein bißchen Glück immerdar !

 

 

 

 

Wünsche für 2006

Wünsche allen Autoren der Lyrikecke ein gutes neues Jahr,
mit vielen Einfällen und guten Gedanken immerdar.
Vielleicht bei manchen mit weniger Kummer oder Hass,
denn über alles wächst immer irgendwann einmal Gras !

Denen mit Liebeskummer wünsche ich mehr Zuversicht,
für jeden zeigt sich irgendwo wieder ein Licht !
Wünsche allen positive Gedanken -
mit Optimismus kommt man nicht ins Wanken.

Zufriedenheit wünsche ich allen für jeden Tag,
und daß jeder - so wie er ist - sich und auch
andere leiden mag.

 

 

Zu spät....

 

So weit und lange bist du nun schon weg von mir,
dabei würde ich so gern nochmal reden mit dir !

Nie hatte ich dafür so richtig Lust und Zeit -
andere Dinge waren wichtiger zum Zeitvertreib.

"Mutti ist doch auch morgen noch da.... -
ihr milde-lächelnder Gesichtsausdruck
ist mir heute noch nah !"

Immer warst du gütig, lieb und verständnisvoll,
nie spürte man bei dir auch nur den leisesten Groll.

Gern' würde ich dir sagen, wie lieb ich dich hab',
du nahmst mir leider diese Möglichkeit - mit ins Grab.

Ich sag' es nun zu deinem Bild: "Mama, ich hab' dich lieb
und ich gesteh':
hab' es dir nie gesagt - und das tut mir wohl
auf ewig weh....

 

 

 

So ist auch Regen schön,,,,,

 

Regen - sanft niederfallend,

er streichelt dein Gesicht,

ganz sacht fallen die glitzernden
Tröpfchen auf die durstige Natur,

Pfützen bilden sich ganz langsam,

kleine Biotope entstehen, in denen
sich neues Leben bildet,

die Wiesen duften und die Kräuter sprießen.

Herrlich - dieses Nass und wenn die Sonne
die Wolken vertreibt, glitzert es wie
tausende Diamanten.

Regen ist L e b e n......

 

 

 



 

Freundin


Wie sagte sie zu mir am Telefon ?
Denken Sie ein bißchen an mich ?!
Etwas war in ihrem Ton,
das mich zum Nachdenken rief:

Sie, ein "Fisch", jung an Jahren,
aber reich an erlebten Enttäuschungen,
verletzbar, frühzeitig erfahren,
daß das Leben kein Zuckerschlecken,
trotzdem gerungen,
gekämpft ums Überleben - und Liebe gesucht.
Dass das Glück nicht standhaft, schon längst
in der Seele verbucht.

Oft himmelhochjauchzend, zu Tode betrübt,
wird sie ihren Weg unbeirrt gehen und allen beweisen:
"Ich schaffe es schon, ihr werdet sehen,
ich werde geliebt" !

Mit ihren Träumen geht sie immer wieder auf Reisen,
verschenkt viel Liebe, hat genug Vertrauen,
hat man sie als Freundin gewonnen, kann man sicher
darauf bauen.

Ich wünsche ihr sehr, daß sie bald den erträumten
Partner für's Leben findet,
der sie mit Geduld, Verständnis und noch mehr Liebe
für immer an sich bindet.

 

 

 

Seelchen flieg......

Kluge, große Augen schauen dich vertrauensvoll an - so,
wie nur ein unschuldiges Kind es noch kann,
wissend - trotzdem fragend - klug,
blicken dir in die Seele, als kriegen sie nie genug.
Fragen im Blick - wie wird mein Leben ? Wie geht es weiter ?

Gern würde ich sagen - es bleibt so wie jetzt, fröhlich und heiter !
Viele Hürden mußt Du überwinden und langsam Deinen Weg finden.
Enttäuschungen bleiben Dir sicher nicht erspart.
Ich wünsche Dir von Herzen: Werde nicht verzweifelt und hart !

Es gibt immer noch viel Liebe auf dieser Welt,
ich wünsche Dir ganz viel davon und alles dazu, was Dir gefällt.
In Liebe
Deine Urgroßmutter

 

 

 

Wintertraum

Dauert es noch lange mit diesem vielen Schnee
flieg ich in den Süden und sage einfach: Ade....!

Dann schicke ich euch eine Karte vom Meer
und komme erst im Sommer wieder hierher.

Oh, wie aale ich mich und fühle mich in der Sonne wohl
und habe keinerlei schlechtes Gewissen im Hotelpool.

Ich nehme mir vor: Das mache ich nun jedes Jahr -
wäre es nicht nur ein schöner Traum - sondern wahr....

 

 

 

 

 

Tanz mit den Elfen

Meine Sinne schicken mich heute auf die Reise,
möchte der Wirklichkeit entfliehen in leiser Weise,
tanzen im Rhytmus der Elfen und Feen,
vollkommen entrückt mich mit ihnen drehen.

Mit den wundervollen Wesen eins sein, lachen und singen
und mein Herz zum Klingen bringen,
tief in mir den Frieden spüren
und jeden Sinn für die Zeit verlieren.

Nur noch Gleichklang und Harmonie,
glücklich sein und selig wie noch nie.....

 

 

 

Nur Worte....

"Schön, daß es dich gibt" - leicht dahingesagt,
und doch so manchmal an der Seele nagt !

Dein Ego fühlt sich natürlich geschmeichelt sehr,
und du möchtest davon gerne noch mehr !

Doch nichts dergleichen mehr kannst du hören oder lesen -
bist längst vergessen - so, als wär' nie ein Wort gewesen !

Ein and'rer nun schon an deiner Stelle steht -
wieder schöne Worte, die der Wind verweht.....

Trauer schleicht sich in dein hoffnungsvolles Herz -
leichtfertig gesprochene Worte bringen oft nur
Leere und Schmerz !

 

 

 

Tag-Traum......

Ich möcht' so gern einmal von dir träumen -
aber ich kenne dich nicht und werde also nichts versäumen -
oder doch ? Wer sagt, daß es dich nicht geben kann !

Vielleicht begegne ich dir morgen schon und
du siehst mich an -
vielleicht nur im Vorrübergehen ein kurzer Blick -
wir gehen weiter und schau'n beide nochmal zurück.

Ein Blick nur - und doch ein Meer von Gefühlen strömt
auf mich ein.
Einbildung ? Wirklichkeit ? Es tut so gut, es war so schön,
so rein !
Ein Hauch von Liebe wehte zu mir hin - nur ein Traum -
aber alles drin....


 

 

 

 

Stimmungstief.....

Trübe Stimmung - trüber Sinn -
wo führt der Winter mich noch hin ?
Schnee ist am Anfang ja sehr schön,
aber nach 3 Monaten kann ich ihn nicht mehr seh'n !

Selbst mein Hund will nicht mehr raus -
wie soll das weitergeh'n, oh Graus ?!

Eine inn're Stimme flüstert zu mir -
mehr Geduld, meine Liebe, der Frühling kommt auch zu dir,
er kommt auf jeden Fall und alle anderen warten doch auch -
so ist nun mal der Natur Brauch.

Na gut, was soll ich also tun ? -
Lächeln, tief durchatmen und auch ruh'n,
mich vielleicht auch freuen auf den Mai
und daran glauben: Dann ist der Winter vorbei.

 

 

Geschwister....

 

Es waren einmal viele Geschwister - alle noch recht klein!
Die Eltern dachten - so ist später keiner von ihnen allein,
alle sind vom gleichen Blut und werden zueinanderstehen -
wenn wir Zwei auch irgendwann einmal von ihnen gehen....

Politische Krisen, Krieg und Nachkriegszeit verstärkten
den Zusammenhalt,
man rückte enger, hungerte gemeinsam, und es ging auch
wieder aufwärts bald.

Alle wurden groß und gingen nach und nach aus dem
Elternhaus,
gründeten Familien und von da an sah vieles anders aus.
Zu den Töchtern kamen die Schwiegersöhne dazu,
zu den Söhnen die Schwiegertöchter auch im Nu.

Man traf sich zu Geburtstagen und es gab einige große
Feste,
und immer war der Mittelpunkt die Mama, die Beste !
Es kamen viele Enkelkinder und Urenkel auf die Welt -
und das war's, was Großeltern - mit viel Geduld - so
gefällt !

Leider gab es auch öfter arge Mißverständnisse und heftigen
Streit -
immer mehr machten sich Neid und Eifersucht breit.....
Gefrustet ging man dann "wie Fremde" auseinander
und es gab weniger Verständnis und "Miteinander" !

Eines Tages waren die Eltern bzw. Großeltern nicht
mehr da -
und kaum einer glaubt, was dann geschah:
Es sprach nicht mehr Jeder mit Jedem - oder nur ganz
selten,
Einige fingen an, auf alle anderen zu schimpfen und
zu schelten.

Von Geschwisterliebe konnte man sowieso nur noch selten reden -
"gleiches Blut" ? "Liebe" ? "Verständnis" ? - Vonwegen....

Fazit: Richtige Freunde, die man selbst findet im Leben.
können einem sehr viel mehr als Geschwister geben,
da gibt es mehr Frieden, Harmonie, Liebe und keinen Neid,
und man ist zum Reden oder auch mal zum Helfen
immer bereit !
Als Trost:
Daß manche Familien ganz fest zusammenstehen -
freut mich sehr, habe das (mit etwas Neid) ab und zu
gesehen.


 

 


 

 

 


 

Neues Leben
 

 

Ein Unfall - plötzlich, unvorhergesehen, ist er da.
Nur ein paar Schrammen - aber der Tod greifbar nah !

Ärzte, Röntgen, Stimmen, Schwestern -
mein Gott, ich lebe - seit gestern.
Ich lebe wieder neu und bin dankbar dafür;

Ich muß zu meinem Liebsten, er wird froh sein mit mir,
es wird unser Glück wieder stärken.
Und eines ist mir klar und ich will es mir merken:

Der Weg vom Glück in den Tod ist nicht weit und
ich stärke mein Bewußtsein zum LEBEN HEUT' !!

 

 

 

 

November
grau - wolkenverhangen,
Nebel umhüllt alles und
eine Ahnung des nahenden Winters
macht sich breit.
Die Sonne macht sich rar
und ganz leise
schleicht sich Melancholie
in unsere Seele.

November
bei heißem Tee sucht und findet man
Ruhe für sein Inneres und Zeit,
in sich zu gehen und ins Reine zu kommen -
auch mit der Jahreszeit,
die doch wunderbar ist
für viel Kerzenschein, schöne Musik,
ein gutes Buch,
ein gutes Essen mit Freunden
und ein harmonisches Miteinander.

November
Freude kommt auf bei den Gedanken an die
schöne Adventszeit
und das Plätzchenbacken
für Weihnachten.

November
ist, wie auch andere Monate,
absolut schön -
man muß ihn nur mit richt'gen
Augen seh'n !

 

 

 

 

 

Alltägliche Glücksmomente.....

Die Leine vom Haken nehmen und rufen: "Luzie, wir gehen raus" !!

Fröhlich springt sie auf und wir verlassen zusammen das Haus.

Tiefatmend laufen wir in die Spätsommerluft in Richtung Wald

mich fröstelt etwas, morgens ist es noch ziemlich kalt.

Schnell schreite ich aus - und muß plötzlich lachen, ein Schmetterling

fliegt Luzie auf die Nase !

Sie schüttelt sich und sicher denkt sie: "Wäre das doch ein Hase" ! :-)

Der Weg geht weiter - an kahlen Äckern vorbei,

kurze Halme wirken sehr traurig auf uns Zwei..... ??

Ein Dalmatiner mit Frauchen kreuzt unseren Weg -

kurzes Beschnuppern und dann auf dem Stoppelacker Runden gedreht.

Es ist einfach zu schön, die Hunde rennen zu sehen und

am liebsten würde man nicht mehr weitergeh'n.

Aber trotzdem, weiter geht's, Luzie fröhlich voran, an Maisfeldern vorbei,

sie nimmt eine Fährte auf - zwei Fasane fliegen weg mit viel Geschrei !

Auf dem Rückweg schwimmt sie im Moorteich ein paar Runden,

schüttelt sich neben mir - schrei - ja, und sie wird wieder angebunden.

Sittsam schreitet sie neben mir nach Haus',

schaut mich an, als wenn sie sagt: "Wann geh'n wir wieder raus ?!"

 

 

 

 



Eingeschneit.....

Ich schaue aus dem Fenster - es schneit und schneit -
Flocken über Flocken machen sich auf der Erde breit.
Wie eine weiße, weiche und große Decke sieht alles aus,
nur ab und zu schaut noch ein Grashalm heraus.

Ich schaue hinaus und wünsche mir, wir werden eingeschneit -
nicht für lang - nur für ein bißchen mehr Zeit,
Zeit für Träume von Frieden auf unserer Erden,
und daß alle Menschen miteinander verträglicher werden.

Ich schaue zurück in den Raum ,
alles ist so friedlich und ruhig, man glaubt es kaum
ich träume von weniger Eifersucht und Neid
und von mehr Gefühl, Liebe und Gemeinsamkeit.....

 

 

 

 

 



Keine Weihnachtsgeschenke....

Wünsche mir Weihnachten keine Geschenke von dir,
nur das, was du das ganze Jahr über GERNE gibst mir:
Liebe Gedanken, Zuhören, friedliches Beisammensein,
sich ohne Worte versteh'n, Harmonie und einfach
DA SEIN.

Einfach ein bißchen mehr Zeit und Aufmerksamkeit -
und kein Auseinandergehen im Streit -
mehr Liebe in allen Lebenslagen,
so hätt' ich es gern an allen Tagen....

 

 


 

 

Unser Hund Luzie...


Mit traurigen Augen sah sie uns an -
so, wie nur eine Hundeseele schauen kann !

Ohne lange zu überlegen nahmen wir sie mit -
nun vor fast 9 Jahren und haben ihn nie bereut -
diesen Schritt.

Sie war jung, munter - und jagte gern
alles, was sich bewegte, auch in der Fern',
die spielenden Hasen lockten sie gar sehr,
inzwischen weiß sie - sie kriegt diese nicht mehr !

Heute hört sie (meistens) aufs Wort -
nur wenn ein Schuß ertönt, rennt sie fort
Herrchen sagt, sie himmelt ihr Frauchen ewig an !
Na ja - was eben nur eine Hundeseele so kann...

Legt sie ihren Kopf auf dein Bein und sieht dich
aus großen Augen vertrauensvoll an,
gibt es wohl niemanden, der da widerstehen kann.

Wir hoffen, sie wird noch viele Jahre bei uns sein,
handeln wir uns doch durch sie eine gute
Gesundheit ein...
Danke Luzie

 

 

 

Folgendes brachte Christina Weihnachten 2011 in ihrem Adventskalender

am 24. Dezember. Es ist eine Erinnerung von mir aus der Kindheit:

Als ich 10 Jahre alt war, wünschte ich mir sehnlichst eine Blockflöte. Meine Eltern waren aber der Meinung, ich solle mich lieber mit dem Klavierspiel mehr beschäftigen. Mein Vater war Pianist und dachte vielleicht, daß ich in seine Fußstapfen treten könnte. Aber mein ganzes Ziel war eine Blockflöte. Es war Krieg (1942) und es kann sein, daß es schwierig war, solch ein Instrument zu beschaffen. Die Gedanken daran gab ich aber nicht auf. Und so kam Weihnachten heran und natürlich stand auf meinem Wunschzettel ganz groß "BLOCKFLÖTE" !
Die Bescherung kam näher, was wie folgt bei uns ablief. Als ich mit meinen damals 3 Geschwistern (Brüder) ins geschmückte Weihnachtszimmer durfte, blieben wir an der Tür stehen und es wurden erst Weihnachtslieder gesungen, wozu mein Vater uns auf dem Klavier begleitete. Wir hatten natürlich glänzende Augen und suchten damit die Plätze auf, wo die Geschenke lagen. Für jedes Kind wurden diese
auf einem bestimmten Platz gelegt - Sessel, Stuhl oder Sofa - . Meine Blicke wurden schon sehr traurig, sah ich doch nirgendwo ein etwas längeres Päckchen, das einer Flöte ähnlich war....
Als uns dann "unsere" Plätze gezeigt wurden, fing ich an zu weinen und setzte mich daneben. Ich machte keines der Päckchen auf - denn es war ja keine Blockflöte dabei! Meine Mutti nahm mich in den Arm und nahm eines der Päckchen in die Hand. Sie wischte mir die Tränen ab und sagte ganz leise: " Mach es auf !" Ich holte tief Luft und wickelte das Papier auf - und was sah ich ? 3 Teile einer ganz tollen Blockflöte, die natürlich erst zusammengesetzt werden mußte. Ich stieß einen freudigen Schrei aus und aller Kummer war vergessen. Ich umarmte meine Eltern und meine Freude kannte keine Grenzen..... Die anderen Geschenke mußten noch einige Zeit warten, bis sie ausgepackt wurden.
Inzwischen packt schon mein Urenkelchen seine Geschenke aus - aber dieses Weihnachten und meine große Freude werde ich niemals vergessen, so lange ich lebe.....

 

 

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Hallo, ich bin der Kater Maxl  

                                       

 

und ich möchte Euch gerne etwas aus meinem Leben erzählen.

Ist schon sehr, sehr lange her, als ich zusammen mit meinem Bruder

Benny zu meinen Menschen gekommen bin – die wir uns aber nicht

selbst aussuchen konnten. Bei denen kümmerte sich aber fast keiner um uns bis

auf das kleine Mädchen, das uns manchmal herumschleppte und mit

uns spielte. Das tat manchmal sehr weh, aber das Miauen

nützte nichts.

Eines Tages wurde Benny sehr krank, er konnte nicht mehr richtig

sehen und aus seiner Nase lief immer Wasser.

Nun müsst ihr wissen, mein Gebiet hier ist nicht groß. Da sind drei

Häuser nebeneinander, das eine gehört meinen Menschen und in dem Haus

in der Mitte wohnt ein großer Hund, der immer so schrecklich bellt

und mir Angst macht.

Das Haus daneben ist mir das liebste und ich weiß, da leben gute

Menschen ! Der eine gute Mensch hat Benny einfach mitgenommen

und gesund gemacht und nun darf er dort leben und auch ins

Haus mit hinein. Das hat mich natürlich sehr eifersüchtig gemacht

und ich versuche jeden Tag vergeblich, da auch hineinzukommen.

 

Ich werde von den guten Menschen jeden Tag morgens und abends

gefüttert und sie streicheln mich immer – und DAS liebe ich sehr !!

Eines Tages haben sie mich  in einen Käfig gesteckt und ich bekam

richtig Angst. Ich war doch dort immer sehr brav und den Benny

wollte ich nur aus Spaß verjagen….. !

In dem Haus, in das sie mich trugen, roch es so komisch und als

ich aus dem Käfig herausdurfte, wurde ich von einem Mann im weißen

Kittel in den Bauch gestochen, was eigentlich nicht dolle weh tat.

 Dann habe ich wohl geschlafen und als ich aufwachte, lag ich bei

 meinen guten Menschen auf der Terrasse in einem kleinen Häuschen.

Ich wurde gestreichelt und war glücklich, wenn mein Bauch auch

etwas weh tat.

 

Als es mir wieder richtig gut ging, habe ich versucht, Benny

 wegzujagen. Jetzt weiß ich, daß ich der Stärkere bin. Schließlich

hat er ein Zuhause, wo er sich wohlfühlt, und wo bleibe ich ?

Hier seht Ihr, wie ängstlich ich ihn schon gemacht habe:

 

Meine Menschen haben nicht einmal gemerkt, daß mich neulich

auf der Straße so ein großes Auto auf die Seite geworfen hat. Das

hat dolle weh getan und ich muß seitdem humpeln.

Und stellt euch vor, jetzt haben doch meine Menschen noch eine

Katze ins Haus geholt. So eine ganz dünne, zarte und ich stelle mir

vor, das ist meine Schwester. Ich werde ihr helfen wo ich nur kann.

Vielleicht kann ich sie ja auch mit zu meinen guten Menschen

nehmen und vielleicht dürfen wir dann beide mit ins Haus ????

 

Oh je, das ist richtig schief gelaufen. Mein guter Mensch hat meine

Schwester davongejagt und geschimpft. Vielleicht wollen sie nicht

noch mehr Katzen ? Schade, das hat nicht geklappt.

 

Nun habe ich wieder neue Sorgen, denn plötzlich sind meine guten

Menschen nicht mehr da. Ich laufe seit Stunden immer wieder die

drei Häuser entlang und suche sie. Jetzt kommt der Mensch, dem

der Hund gehört und ruft nach Benny. Da soll doch einer….. – also

immer wieder der Benny – dem werd’ ich’s zeigen !!! Aber erst

laufe ich einmal hinterher, vielleicht gibt es ja Futter für mich ?!

Tatsächlich, mir wird meine Schüssel mit Futter  hingestellt –

und ich werde gestreichelt. Wozu brauche ich Futter ? Das Streicheln

tut ja sooo gut !

Jetzt wird doch wieder Benny gerufen und der Kerl kommt auch

noch ! Streicheln hin, Streicheln her, nein – das ist zuviel. Mein

Sprung in Richtung Benny muß wohl gefährlich ausgesehen haben,

denn dieser macht einen großen Bogen und eine Hand hält mich

fest. Dumm gelaufen, Benny schlüpft ganz schnell durch die

Tür ins Haus – krrr – könnte laut schreien !!

 

Nun gibt es jeden Tag von diesem anderen guten Menschen Futter

und liebevolles Zureden und ich habe gemerkt, daß der Hund

gar nicht so böse ist. Jedenfalls verjagt er mich nicht mehr, wenn

er mich sieht.

Aber leider ist er auf meine Schwester nicht gut zu sprechen. Aber

die ist ziemlich mutig und bleibt stehen, wenn er ihr zu nahe

kommt. Sie macht einfach einen Buckel und knurrt – und der

Hund bleibt auch stehen. Ganz schön tapfer für so eine kleine

Katze und ich bin ganz schön stolz auf sie.

 

Auf einmal sind meine guten Menschen wieder da und ich bin

ganz glücklich, könnte direkt einen Purzelbaum schlagen. Bin

im Moment auch gar nicht sauer, daß sie mich nicht ins Haus

hineinlassen. Muß wohl lernen, das zu verstehen. Immerhin haben

sie (für mich allein ?) ein schönes Häuschen hingestellt, in dem

man wunderbar schlafen kann. Dann träume ich davon, bei

meinen guten Menschen zu ihren Füßen zu schlafen und auf

sie aufzupassen……

 

Man glaubt es nicht – hat doch meine Schwester plötzlich drei

Kinder bekommen – einfach so ! Ja, wer soll sich denn um die

kümmern ? Ich vielleicht auch noch ?

Das ist einfach zuviel für mich. Gehe zu meinen guten Menschen

und verkrieche mich im Häuschen. Nichts hören und sehen.

Bis demnächst,

Euer Maxl

 

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 Leider lebt Maxl nicht mehr....

ein Auto war schneller als er und er ist jetzt im Katzenhimmel.

Dort kann er nun in Gedanken zu seinen lieben Menschen

gehen, die ihn letzten Endes doch mit ins Haus

genommen haben und er gehörte dazu.

Er war einfach nur noch glücklich !

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