tiergeschichten

 

 

Von meinem Mailfreund Roby bekam ich ein ganz niedliches Erlebnis geschickt, das er

vor Jahren mit einem Eichhörnchen-Baby hatte. Durch obiges Bild dazu animiert,

erinnerte er sich daran und ich möchte Euch diese reizende Geschichte

nicht vorenthalten.

Wie einfallsreich diese kleinen Wesen sein können, sieht man an dem Bild oben

und an diesem:

Es mag denken, "da bleib' ich doch gleich in dieser tollen Futterkiste" !!!

 

Nun aber zu der Geschichte von Roby:

Liebe Ingrid,

hab vielen Dank für die netten Bilder mit dem Eichhörnchen. Ich denke dabei an mein Eichhörnchen, das ich hatte, als mein Sohn ca. 3 Jahre alt war.  In meiner freien Zeit fand ich in einem Park in der meines Arbeitsplatzes ein ganz kleines und junges Eichhörnchen, das aus dem Nest gefallen sein musste. Als ich es fand,  zog gerade ein Unwetter über den Park hinweg und ich setzte das kleine und liebreizende  Wesen, das aber bereits fauchte wie ein Großer, wieder in die Büsche, damit seine Mama es wieder heimholen kann, wie ich dachte.

 Einige Stunden später hatte ich einfach keine Ruhe mehr und musste nachschauen, ob ich richtig gedacht hatte. Dem war aber nicht so. Der kleine Wurm saß immer noch mit einem blutig aufgeschlagenen Näschen in den Büschen. Ich überlegte dann, ob ich es seinem Schicksal überlassen sollte. Da ich es aber nicht übers Herz brachte, nahm ich es mit. In meinem Zimmer habe ich es erst einmal entlaust. Nun hatte ich aber ein Problem. Wie und mit was sollte ich es, bis ich wieder nach Hause kam, füttern? Da zu dieser Zeit in Stuttgart  das Volksfest „Wasen“ stattfand, kam mir eine blendende Idee. Auf solchen Festen gibt es doch die Puppenfläschchen mit den Liebesperlen und einem ganz kleinen Nuckel am Fläschchen. So eines wollte ich mir besorgen.

 Da ich aber das kleine Eichhörnchen, welches ich spontan Hansi getauft hatte, nicht allein lassen wollte, bat ich einen Kollegen, welchem ich dafür eine Maß Bier versprach,  mir so ein Fläschchen zu besorgen. Gesagt, getan, das Fläschchen kam bei mir an. Mit meinem Kollegen und einem weiteren beriet ich dann das Menue für unseren Hansi. Uns fiel dann nichts Gescheiteres ein, als in das Fläschchen verdünnte Dosenmilch zu geben. Zu dritt machten wir uns dann daran Hansi zu füttern. Ich hielt Hansi in meinen Händen. Der eine Kollege drückte mit den Fingern seitlich gegen den Kiefer von Hansi und der andere Kollege steckte ihm den Nuckel ins Mäulchen, bis er daran zog. Nun sagte ich Hansi - und damit war er ja ein Er. Ich wusste es nicht und weiß es auch bis heute nicht, ob es vielleicht sogar eine Hanseline war.

Egal, wie auch immer, es war ein allerliebster Kerl, den ich dann zwei Tage lang in einer eigens ausgelegten Plastiktüte immer bei mir trug. Ich brachte ihn dann meiner Frau nach Hause und als sie mich fragte, was ich denn in der Tüte hätte, sagte ich zu ihr, dass sie mal reinschauen solle, da ich für sie eine Überraschung hätte. Als sie in die Tüte schaute, fuhr sie zurück und fragte entrüstet, wieso ich ihr eine Ratte heimbringen würde. Ich klärte sie dann über die Überraschung auf. Wie sie mich dann fragte, was sie mit dem Eichhörnchen machen solle, sagte ich zu ihr, dass sie es aufziehen solle. Meine Frau erklärte mich natürlich für verrückt. Nach einigem Betteln erklärte sie sich aber dann bereit. So hatte Hansi eine neue Mama bekommen, die ihm alle vier Stunden das Fläschchen gab. Dieses war dann meistens mit Restbeständen von Milupa (Babybrei) gefüllt.

Hansi war nun das zweite" Kind" von uns und entwickelte sich –Milupa sei Dank-  prächtig. Er wurde ein richtig schönes Eichhörnchen mit rotbraunem Fell und langem, buschigen Schwanz. Unsere Wohnung war "seine"  Wohnung und die Tapeten des Wohnzimmers mit Leinenstruktur waren ein Teil seiner Spielwiese. An den Tapeten ging es flugs auf und ab und oft machte es sich Hansi auf der Gardinenstange bequem, wo er der Länge nach auf dieser lag und sich ausruhte. Wurde es ihm langweilig sprang er auf uns herum. Sein Lieblingsplatz war aber die Garderobe. Dort schlief er immer in einem der Ärmel der dort hängenden Jacken. Schlüpfte man hin und wieder in einen der Jackenärmel hinein konnte es passieren, dass ihn sich Hansi bereits als Schlafplatz ausgesucht  hatte.  Die Störung quittierte er dann schimpfend und schaute unten zum Jackenärmel hinaus. Wollte man ihn dabei fangen war er auch schon wieder am Kragen angelangt. Ansonsten war er Vollmitglied der Familie. Beim Essen, egal ob Frühstück, Mittagessen oder Abendessen, kam er immer wieder auf den Tisch gesprungen, schaute sich erst an was es zu essen gab und zog sich hin und wieder wieselflink etwas vom Teller, was er dann in sicherer Entfernung probierte.

Als Hansi ausgewachsen war, bekam er immer noch das Fläschchen. Zum Füttern musste er aber nicht mehr gefangen werden. Wenn meine Frau Hansi zu Tisch rief, hielt sie das gefüllte Fläschchen in der Hand. Zuvor legte sie auf dem Sofa ein Kissen schräg. Sobald Hansi meine Frau mit dem Fläschchen sah, hüpfte er auf das Kissen und saß dort schräg nach hinten, mit dem Rücken im Kissen angelehnt. Seine Hinterpfoten hatte er auf dem Sofa aufgestellt und der buschige Schwanz hing nach unten. Wie ein Kind griff Hansi nach dem ihm gereichten Fläschchen und nuckelte an ihm solange bis er genug hatte. War er satt, warf er das Fläschchen in weitem Bogen von sich und flitzte wieder davon.

Hin und wieder,  wenn er liebebedürftig war, sprang er zu mir oder zu meiner Frau auf die Schulter, knabberte mit seinen spitzen Zähnchen am Ohrläppchen, ohne jedoch zu beißen. Dabei gab er Wohlfühllaute von sich. Hansi und mein kleiner Sohn spielten in der Wohnung fangen und wenn es meinem Sohn gelang Hansi zu fangen, trug er ihn wie eine Trophäe durch die Wohnung. Als Hansi dann älter wurde fing er an, an den in der Wohnung befindlichen Kabeln zu nagen. Auch meinte er, er müsse in einer neuen Lederjacke meiner Frau ein Loch hineinnagen, was meine Frau als nicht schicklich empfand.

 So berieten wir uns und kamen zu dem Entschluss, dass Hansi ausquartiert werden muss. Da es mittlerweile Winter geworden war, kam Hansi in den Keller, wo ein warm mit Reisig und Heu ausgestatteter moderner Hasenstall seine neue Heimat wurde. Der Hasenstall war deshalb modern, weil er zwei Schiebetüren aus Glas  -kein Wunder der Schwiegervater war Glaser-  hatte. Die Türen waren immer offen. Hansi richtete sich dann so gut wie möglich im Keller ein, nagte an allem was es zu nagen gab und machte sich beim Essen über die ihm gereichten Nüsse her. Seine Babynahrung war abgesetzt, als er in den Keller zog. Im Keller brachte er es fertig sämtliche aufgespannte Wäscheleinen durchzunagen. Lange Zeit musste Hansi im Keller nicht zubringen, da der Winter kurz war und sich zeitig der Frühling einstellte.

 Eines Tages trug ich dann Hansi in seinem modernen Hasenstall nach oben und in den Frühling. Den Hasenstall mit Hansi darin stellte ich dann im Eingangsbereich vom Haus meiner Schwiegereltern ab, das unmittelbar neben unserem Haus war. Dort befanden sich im Eingangsbereich Büsche und hohe dichte Edeltannen. Den Stall platzierte ich zwischen die Büsche und öffnete dann die Schiebetüren der Behausung von Hansi. Hansi blieb zunächst in seinem Stall. Als ich ihm aber sagte, dass er nun frei sei und gehen könne wohin er will, lugte er neugierig zwischen den Türen hinaus und sprang sofort auf meine Schulter, knabberte an meinem Ohrläppchen und gab die merkwürdigsten Töne von sich. Wie ich ihn dann von meiner Schulter scheuchte, sprang er auf den Boden, lief zwei Meter nach vorne, um gleich darauf wieder auf meiner Schulter zu landen. Ich scheuchte ihn erneut herunter und siehe da, er entfernte sich tatsächlich zwischen  die Büsche, um dort neugierig seine neue Umgebung zu betrachten. Ich ging dann und sah noch, wie Hansi den großen und knospenden Birnbaum hinaufeilte, der neben dem Grundstück meiner Schwiegereltern stand.

 Am Abend dann rief ich nach Hansi. Ich rief einmal, zweimal und plötzlich, ohne dass ich es sah wo er herkam, landete er auf meiner Schulter und begrüßte mich wie einen alten Kumpel und wisperte mir ins Ohr, was er alles erlebt hatte. Spätabends suchte Hansi freiwillig seinen Stall auf, um sich schlafen zu legen. War Hansi in seinem Heim, wurden die Türen wegen der herumstreunenden Katzen geschlossen und frühmorgens wieder geöffnet, was er jedes Mal mit einem Freudensprung quittierte. Wenn man ums Haus war, schaute Hansi immer mal zwischendurch unverhofft vorbei. Rief man ihn, kam er jedes Mal. Anscheinend hatte ihm der Aufenthalt in der Familie gut getan. Hansis Tage waren damit ausgefüllt in der Gegend herumzustreunen, durch geöffnete Fenster zu springen, um kleinere Leckereien zu klauen. Auch liebte er das Spiel mit den Katzen, von denen er sich ausgiebig jagen ließ, um ihnen dann aus sicherer Position eine lange Nase zu drehen. Eines Tages sprang er dem Postboten auf die Schulter, der sich, da er nichts von Hansi wusste, ordentlich erschrak . Als ihm gesagt wurde, dass Hansi zahm war, brachte er ihm beim nächsten Mal eine Nuss mit, die Hansi dankend annahm. Ab diesem Zeitpunkt saß Hansi morgens immer zur gleichen Zeit auf unserer Eingangspforte und warte auf den Postboten. Kam dieser, sprang Hansi auf seine rechte Jackentasche und griff in diese hinein, um sich seine Nuss zu holen, die der Postbote fortan immer dabei hatte. Mein Junior und die Nachbarschaft hatten mit Hansi viel Spaß, war er doch immer zu irgendwelchen Streichen aufgelegt.

 

 

Liebe Ingrid,

nun werde ich meine Geschichte, die übrigens wahr und genauso geschehen ist,  fortsetzen.

Ich hatte ja bereits erwähnt, dass am Abend die Wohnung von Hansi –sein umfunktionierter Hasenstall- immer geschlossen worden war. Eines  Tages sah mein Sohn, wie Hansi sich in seine Wohnung begeben hatte. Wie gesagt, mein Sohn war ca. 3 Jahre alt, knapp darüber. Da er von uns wusste, dass wir den Stall immer schließen, meinte er die Glasschiebetüren zumachen zu müssen. Hansi hatte es sich aber noch nicht so richtig überlegt, ob er sich schon schlafen legen soll, weshalb das Ende seines buschigen Schwanzes noch aus dem Stall schaute. Sven, mein Sohn, warf jedoch die Türe zu und Hansi heulte gequält und voller Schmerzen auf. Sven kam heulend zu uns gerannt und sagte uns, dass er Hansi „Aua“ gemacht habe, wobei er uns das eben gesagte erzählte. Wir also schnell zum Stall und da lag der letzte Wirbel seines so schönen Schwanzes mit den langen Haaren daran. Es tat einem im Herz weh das zu sehen. Als wir die Türe öffneten, um nach Hansi zu sehen, ergriff dieser die Flucht und ließ sich dann für ein par Tage nicht mehr sehen. Wie es den Anschein hatte, war er mehr als nur verstimmt über das, was man ihm angetan hatte.  Nach ein paar Tagen erschien Hansi jedoch wieder, als ich ihn rief, auch ging er abends wieder in seinen Stall, der aber ab dem verhängnisvollen zuschlagen der Tür nun immer auf blieb. Während dieser Tage schaute mein Schwiegervater mal nach Hansi und Hansi war dann so übel gestimmt, dass er ihm bis auf den Knochen in den Zeigefinger biss. Mein Schwiegervater langte nie mehr in den Stall. Nachdem also am Schwanz von Hansi nun der letzte Wirbel fehlte, musste Hansi wieder lernen mit dem Rest seines Schwanzes seine Flüge vom Baum zu steuern, was ihm natürlich vorher prächtig gelang. Nun ja, er hatte nur kurze Zeit Schwierigkeiten damit, nachdem sein Schwanz nun am Ende durch den fehlenden Wirbel eine Deltaform hatte. Der Schwanz sah fast aus wie der Flügel eines Düsenjägers. Da dies natürlich auch in der Nachbarschaft aufgefallen war, mussten wir oft genug die für Hansi schlimme Geschichte erzählen.

 Es war dann um Ostern herum, als mein Sohn im Garten auf dem Hosenboden saß und mit einem Stein Nüsse aufklopfte. Hansi saß ca. 10 cm neben den Händen meines Sohnes und schaute aufmerksam zu, was dieser veranstaltete. Als Sven es gelang eine Nuss aufzuklopfen, schnappte sich Hansi, unter dem Protest von Sven, diese und schwupps war er auch schon weg damit. An Ostern versteckten wir im Garten für Sven sein Körbchen mit Leckereien. Hansi muss dies gesehen haben, denn als Sven sein Körbchen fand, war bereits auch schon Hansi da und klaute ihm ein Schokoladeeichen, worauf Sven sich lauthals bei uns über das ungebührliche Benehmen  von Hansi beschwerte. Die Tage mit Hansi vergingen wie im Flug. Er war mittlerweile sehr selbständig und ging auch nicht mehr in seinen Stall sondern suchte sich seine Schlafplätzchen in den Obstbäumen auf den Nachbargrundstücken. Sein Lieblingsbaum war aber nach wie vor der große Birnbaum neben dem Haus meiner Schwiegereltern. Im Sommer dann gingen wir öfters mit den Schwiegereltern zum Baden und waren demzufolge auch nicht zuhause. Im Garten meiner Schwiegereltern stand eine junge und schlank gewachsene Birke mit einer Höhe von ca. 6 Meter. Wie wir dann eines Tages vom Baden kamen, rief mich mein Schwiegervater ganz erbost und sagte zu mir: „Verflixt noch mal, schau Dir mal die Birke an, da hat doch tatsächlich jemand den Spitz abgesägt!“ Ich schaut mir die Birke an und erklärte dann meinem immer noch zürnenden Schwiegervater, dass dies unmöglich jemand getan haben könne, da dieser jemand, hätte er eine Leiter angelegt, am oberen Teil der Birke mit dieser kein Halt gefunden hätte. Der ca. 50 cm lange Spitz der Birke sah tatsächlich wie abgesägt aus.

Nachdem ich aber Hansi mal beobachtet hatte, wie dieser die Nüsse aufmachte, hatte ich insgeheim Hansi im Verdacht die Untat angestellt zu haben. Ich sagte zunächst nichts von meinem Verdacht. Wenn Hansi Nüsse aufmachte, drehte er die Nuss ganz schnell zwischen seinen Vorderpfoten und rieb mit seinen spitzen Zähnchen die Schale auf, so dass es aussah, wie wenn sie aufgesägt worden wäre. Wir gingen nicht oft weg, doch jedes Mal wenn wir alle weg waren, machte Hansi irgendeinen Unsinn, den wir dann zu Ohren bekamen. Gott sei Dank nahm jedoch niemand aus der Nachbarschaft Hansi das übel, wenn er sich wieder mal in deren Wohnungen umgeschaut hatte, was man so mitgehen lassen könnte. Hansi war dann meistens verstimmt, dass er allein gelassen wurde und niemand nach ihm rief.

So war es dann eines Tages wieder, wie wir wieder vom Baden kamen. Ich trug meinen Schwiegereltern die Badesachen, Liegen usw. zum Eingang, wo die schönen Edeltannen standen. Was soll ich sagen? Eine der Tannen wies auf der Hausseite auf ca. 1 m Länge im oberen Bereich einen Kahlschlag auf. Die Äste lagen vorm Eingang und mein Schwiegervater vermutete sofort wieder einen Nachbarn, der seiner Tanne so übel mitgespielt hatte. Daraufhin beruhigte ich meinen Schwiegervater und erklärte ihm, dass sehr wahrscheinlich Hansi das getan hatte, als Dank dafür, dass man ihn wieder allein gelassen hatte. Mein Schwiegervater wollte das nicht glauben, doch blieben wir die nächsten 14 Tage zuhause und siehe da, nichts passierte. Danach gingen wir wieder mal alle weg und am Abend hatte dann die andere Edeltanne dran glauben müssen. Wieder Kahlschlag bei dieser und es sah genau so aus wie bei der anderen Tanne. Jedenfalls mussten wir alle dann doch herzlich lachen und es geschah nicht mehr, weil immer jemand von uns zuhause blieb.

Wie es dann dem Herbst zuging sammelte Hansi fleißig Nüsse und versteckte diese überall, sogar in der Wohnung bei uns und im Keller. Er fand ja auch immer irgendwo ein offen stehendes Fenster. Im Herbst dann, Hansi war nun ca. 1 Jahr bei uns, war Hansi dann plötzlich weg und kam auch nicht mehr als man nach ihm rief. Mein Sohn Sven heulte jeden Tag nach seinem Hansi und ich musste täglich mit ihm zum Wäldchen bei uns gehen, um nach Hansi zu rufen und nach ihm zu sehen. Hansi war jedoch unauffindbar. Meinem Sohn erklärte ich auf dessen Fragen, warum Hansi nicht mehr kam, dass er sich ein Nest bauen würde und nach einem Weibchen Ausschau halten würde. Dabei wusste ich ja, wie bereits gesagt, nicht einmal ob es ein Männchen oder ein Weibchen war. Nach Wochen gab sich dann mein kleiner Sohn zufrieden und fragte immer weniger nach Hansi. Jahre später sagte dann der Kollege zu mir, der für Hansi das Puppenfläschchen in Stuttgart gekauft hatte, dass er annehme zu wissen, warum Hansi so plötzlich weg war. Der Kollege wohnte im Nachbarort und seine Tochter ging in die Schule, in welche auch mein Sohn ging. Der Lehrer, der die Tochter meines Kollegen unterrichtete, wohnte jedoch bei mir im Ort ein paar Straßen weiter. Dieser hatte seinen Schülern erklärt, dass man vorsichtig sein müsse, wenn ein Eichhörnchen in die Wohnung kommen würde, da es dann sehr wahrscheinlich Tollwut habe. Der Lehrer habe wahrscheinlich meinen und unseren so heiß geliebten Hansi vom Leben zum Tode gebracht. Ich habe den Lehrer, den ich auch kannte, nie danach gefragt, denn wäre es so gewesen, wäre ich ihm wahrscheinlich an die Gurgel gegangen.

 So habe ich und meine Familie ein wunderschönes und nie langweiliges Jahr mit unserem Hansi erlebt und oft genug wurde Hansi fotografiert und gefilmt wenn er auf uns herumturnte. Hansi hatte nie einen Faden gezogen, selbst wenn er am besten Hemd Ringelreihen spielte oder in den Gardinen auf und ab flitzte. Dies deshalb weil, im Gegensatz zu einer Katze, ein Eichhörnchen beim Weiterlaufen seine Krallen wieder einzieht. Tja, schade um unseren lieben Hansi. Sicherlich hätte er uns, wäre er uns erhalten geblieben, irgendwann seine eigene Familie vorgestellt.

So, das war nun die Geschichte von Hansi, unserem Eichhörnchen.

 

 

 

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Hier könnt Ihr immer die neuesten Tiergeschichten von meiner Tochter Margit

lesen bzw. dann mehr davon in ihrer Homepage

 

 

 

Heute beginnen wir mit dem Zickenkampf zwischen Blau- und Kohlmeisen.

 

"Mönsch, Jule, guck dir doch die arrogante Zicke an, ich sitz hier und die macht mich an, was soll denn das?" regt sich Fritzi mal wieder auf! Jule grinst und versteckt sich hinter dem Erdnußkolben, damit Fritzi nicht ihr Gesicht sieht! Denn langsam kennt sie nun ihre beste Freundin und weiß, dass die sich gerne aufregt! Wie im richtigen Leben!

Aber nun sieht sie auch, wie die Kohlmeise die Flügel auffächert und kampfbereit den Erdnußkolben übernehmen will. Obendrüber hockt auch eine aus der Blaumeisenfamilie, aber die futtert in Seelenruhe weiter. "Weißt du, meint Fritzi nun entrüstet, "die Kohlmeisen, die find' ich schon lange so doof! So eine arrogante Familie ist das. Die glauben auch, sie wären was Besseres!" "Naja",  erwidert Jule, " die sind ja auch größer und solche Vögel, die meinen immer sie wären's!" 

"Je größer, desto schlauer oder wie?" frotzelte Fritzi. "und außerdem sind die ja wohl nur einen Zentimeter größer, wenn's hochkommt!  Na, guck sie dir doch an, wie sie guckt, meint, sie würde mir Angst machen!"

 

 

 

                                                                            

 

Die letzte Hagebutte



"Fritzi, komm mal schnell " Jules Stimmchen überschlug sich fast.
Fritzi flatterte aufgeregt heran und wollte lieber gleich wieder unter der Hecke verschwinden.
Aber die Neugier ließ sie doch ausharren und atemlos beobachteten die zwei Meisenfreunde den Kampf zwischen Eichelhäher und Grünspecht.

"Warum jagen die sich denn so?", fragte Fritzi ihre Freundin Jule.
"Weil der Grünspecht die letzte Hagebutte geschnappt hat
und der Eichelhäher sie ihm jetzt abjagen will" kicherte Jule aufgeregt.

"Naja, selber schuld, wenn die sowas fressen! Dieses Jahr gabs ja auch kaum Früchte
und ich bin froh, das wir andere Nahrung auf dem Speiseplan haben. Von Insekten und so´m Zeug gibts immer genug!" plapperte Fritzi und schnäbelte ein wenig mit Jule.

Währenddessen jagte der Eichelhäher Egon laut schimpfend, mit seinem lauten Krächzton hinter dem Grünspecht Felix her.
Felix versuchte im Fluge die Hagebutte zu kauen und runterzuwürgen. Dabei paßte er nicht so genau auf, wo er hinflog und landete mit einem Karacho im Zaun von Bauer Rick.
Benommen blieb er liegen und war wie gelähmt.
Der Eichelhäher krächzte wütend und doch schadenfroh, zog eine Schleife und flog davon. Die Hagebutte landete angekaut auf dem Feld von Bauer Rick.

Kurz vor dem Zaun waren grade Eliane und Leela auf ihrem Spaziergang angekommen  und hatten Kampf und Jagdflug aufgeregt beobachtet.
Eliane hob vorsichtig Felix auf, der stöhnte innerlich und dachte: oh Gott, hab ich Kopfweh.
Dann dachte er bei sich: das ist aber schön, hier in den Händen der Frau und hielt ganz still. Er merkte, wie sie ihm eine Energie schickte, die ihm sehr gut tat!

Deshalb sah er sie nur an und nahm davon, soviel wie in ihn reinging!

Nach endlosen Minuten hob er die Flügel leicht an und Eliane machte ihre Hände etwas auf, Felix schüttelte sich kurz und flog dankbar davon!

Das würde er noch seinen Enkeln erzählen, dass der Eichelhäher schuld dran war, das er in den Zaun geflogen sei und wie gut es war, dass er Felix hiess, denn das bedeutet, der Glückliche! Denn weil die Frau ihn aufhob und ihm die Energie der Quelle Gottes einflößte, konnte er so schnell wieder fliegen!
nur, das er beim Aufprall die Hagebutte verloren hatte, ärgerte ihn doch sehr,
aber die Lust auf Hagebutten war ihm vergangen.

Als die zwei Meischen das alles beobachtet hatten, sagte Fritzi:
"siehst du, die Leela hat auch solche tierlieben Freunde. Wie gut, dass sie jetzt hier wohnt!" Das betonte Fritzi immer wieder und Jule lächelte jedesmal ganz weise.

Dann flogen sie im Gleichklang davon, in die Johannisbeerbüsche und knabberten ein paar Insekteneier.

wie sagt man dazu?

Fressen und gefressen werden.

Tja, so ist das Leben

ODER?

 

                                                             

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                                        http://www.pilgerreise-in-mein-herz.de

                                                      

                                                            

 

             

 

 

 

 

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